Psychologe Dr. W. Osmar, PhD.
Therapie für Kinder/Jugendliche
Individuelle und einfühlsame Therapieansätze für Kinder und Jugendliche.
Psychotherapeutischer Ansatz
Zu Beginn steht eine sorgfältige diagnostische Klärung im Rahmen strukturierter Gespräche, die bei Bedarf durch psychologische Testverfahren ergänzt werden.
Die psychotherapeutische Arbeit erfolgt auf Grundlage der kognitiven Verhaltenstherapie und orientiert sich an den jeweils vorliegenden Belastungen und Entwicklungsaufgaben.
Ergänzend kommen zum Einsatz:
• Emotions- und verhaltensorientierte Interventionen
• Aufmerksamkeits- und strategiefördernde Verfahren
• Training sozialer Kompetenzen
• Stabilisierende Gespräche in belastenden Entwicklungsphasen
Rahmen und Zielsetzung
Kinder und Jugendliche benötigen einen geschützten Rahmen, in dem sie ihre Belastungen verstehen und bewältigen lernen können. Ziel der psychotherapeutischen Arbeit ist es, psychische Stabilität zu fördern, Entwicklungsschritte zu begleiten und einen angemessenen Umgang mit sich selbst und dem sozialen Umfeld zu unterstützen.
Eine Übersicht zu den psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen, die in meiner Praxis häufig diagnostiziert und psychotherapeutisch behandelt werden, finden Sie [hier].
Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter – häufige Behandlungsanlässe
Diagnostik und psychotherapeutische Versorgung erfolgen auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Klassifikationssysteme. Im Kindes- und Jugendalter zeigen sich psychische Belastungen häufig in entwicklungsbezogenen Mustern und spezifischen Störungsbildern. Eine sorgfältige diagnostische Abklärung ist entscheidend, um altersangemessene Interventionen zu planen und unnötige Pathologisierung zu vermeiden.
Die psychotherapeutische Versorgung erfolgt entwicklungsorientiert, ressourcenbezogen und unter Einbezug des familiären und schulischen Umfelds.
In meiner Praxis zeigen sich besonders häufig folgende Diagnosen:
Emotionale Störungen (Angst und Depression)
Emotionale Störungen im Kindes- und Jugendalter entsprechen in ihren diagnostischen Kernmerkmalen den Störungen des Erwachsenenalters, können sich jedoch entwicklungsabhängig in der Ausdrucksform unterscheiden. Neben gedrückter Stimmung oder ausgeprägter Angst stehen bei Kindern und Jugendlichen mitunter Reizbarkeit, somatische Beschwerden oder schulische Veränderungen im Vordergrund.
Beispiele:
• Depressive Störungen
• Angststörungen (z. B. generalisierte Angststörung und Trennungsangst)
• Panikstörung
Angststörungen und Phobien
Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Belastungen im Kindes- und Jugendalter und stellen einen häufigen Anlass für eine psychotherapeutische Abklärung dar.
Beispiele:
• Generalisierte Angststörung
• Panikstörung
• Spezifische Phobien (z. B. Angst vor Tieren, Dunkelheit oder Spritzen)
• Soziale Angststörung (z. B. Angst vor Bewertung in der Schule oder durch Gleichaltrige)
ADHS/ADS und Autismus-Spektrum
Neuroentwicklungsstörungen beginnen im Kindesalter und betreffen insbesondere Aufmerksamkeit, Selbststeuerung, soziale Interaktion und Reizverarbeitung.
Beispiele:
• ADHS/ADS: Auffälligkeiten in den Bereichen Aufmerksamkeit, Aktivitätsniveau, Impulsivität und Organisation
• Autismus-Spektrum-Störung (ASS): Besonderheiten in der sozialen Kommunikation und Interaktion, bei den Interessen und in der sensorischen Verarbeitung
Lern-, Leistungs- und Teilleistungsstörungen
Diese Störungen betreffen schulische Basiskompetenzen und sind nicht durch mangelnde Intelligenz erklärbar.
Beispiele:
• Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie)
• Rechenstörung (Dyskalkulie)
Essstörungen und Ausscheidungsstörungen
Im Kindes- und Jugendalter auftretende Essstörungen sowie Störungen der Ausscheidung erfordern besondere Aufmerksamkeit.
Beispiele:
• Anorexia nervosa
• Bulimia nervosa
• Binge-Eating-Störung
• Einnässen (Enuresis)
• Einkoten (Enkopresis)
Hinweis:
Die Behandlung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit ärztlichen Kolleginnen und Kollegen.
Zwangsstörungen
Zwangsstörungen äußern sich durch aufdringliche Gedanken oder wiederkehrende Handlungen, die als belastend erlebt werden.
Typische Ausprägungen:
• Zwangshandlungen (z. B. wiederholtes Kontrollieren, Waschen und Ordnen)
• Zwangsgedanken (z. B. Angst, jemanden körperlich zu verletzen)
• Gemischte Formen mit Gedanken und Handlungen (z. B. Angst, etwas Schlimmes könnte passieren, wenn nicht eine bestimmte Handlung ausgeführt wird)
Besonderheiten im Kindesalter:
• Zwänge können sich schleichend entwickeln
• Eltern lassen sich häufig unbewusst in Zwangsrituale hineinziehen
• Die Symptome werden oft mit „Marotten“ oder „Trotz“ verwechselt
Traumafolgestörungen und Belastungsreaktionen
Belastende oder traumatische Erfahrungen können das emotionale und soziale Befinden anhaltend beeinträchtigen.
Beispiele:
• Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
• Anpassungsstörungen
• Belastungsreaktionen nach Trennung, Verlust oder Mobbing
Störungen des Sozialverhaltens und Bindungsprobleme
Diese Störungsbilder betreffen das soziale Miteinander, die Impulskontrolle und die Beziehungsfähigkeit.
Beispiele:
• Ausgeprägtes dissoziales oder aggressives Verhalten
• Anhaltend oppositionelles Verhalten
• Schwierigkeiten im Aufbau stabiler Bindungen
Tic-Störungen
Tic-Störungen äußern sich durch unwillkürliche, schnelle Bewegungen oder Lautäußerungen.
Beispiel:
• Tourette-Syndrom
Psychotische Störungen
In seltenen Fällen können auch im Jugendalter psychotische Symptome auftreten.
Beispiele:
• Frühe psychotische Episoden
• Schizophrenie-Spektrum-Störungen
Persönlichkeitsbezogene Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter
Im Kindes- und Jugendalter befindet sich die Persönlichkeit noch in Entwicklung. Gefühle und Beziehungsmuster können sich deshalb häufig verändern. Manche Jugendliche zeigen jedoch über längere Zeit ausgeprägte emotionale Instabilität, impulsives Verhalten oder intensive Beziehungskonflikte. Solche Symptome werden im Alltag mitunter vorschnell als „Borderline“ bezeichnet.
Eine Persönlichkeitsstörung wird in diesem Alter jedoch nur mit großer diagnostischer Zurückhaltung in Erwägung gezogen. Im Vordergrund steht vielmehr eine sorgfältige Einschätzung der aktuellen Belastungen mit dem Ziel, die jugendliche Entwicklung zu stabilisieren und problematische Verhaltensmuster frühzeitig zu verändern.
Belastende Lebensumstände und Entwicklungsfaktoren (keine eigenständigen Diagnosen)
Nicht jede psychische Belastung stellt eine psychische Erkrankung dar. Manchmal entsteht Leidensdruck durch belastende Lebensumstände oder individuelle Entwicklungsbedingungen, ohne dass unmittelbar die Kriterien einer psychischen Störung erfüllt sind.
Beispiele:
• Schulische Überforderung (z. B. Leistungsdruck oder Versagensängste)
• Hochbegabung (z. B. Unterforderung, Motivationsverlust oder schulische Leistungsprobleme trotz hoher Fähigkeiten)
• Einflüsse der Peergroup (z. B. Zugehörigkeitsdruck oder Anpassung an Gruppennormen)
• Mobbing-Erfahrungen (z. B. anhaltende Ausgrenzung oder Kränkung)
• Familiäre Belastungen oder Trennungssituationen
• Transgenerationale Belastungen (z. B. Weitergabe unverarbeiteter Erfahrungen innerhalb der Familie)
• Kulturelle und familiäre Prägungen (z. B. Migration oder Erwartungskonflikte)
Auch in solchen Situationen kann eine psychotherapeutische Begleitung sinnvoll sein – etwa zur Stabilisierung, zur Förderung von Bewältigungsstrategien oder zur diagnostischen Einordnung.
Stimmen der Patienten
100% zufrieden ein toller Arzt fülle mich immer super nach jeder Behandlung.
Maria Belvis
Sehr gute Erfahrungen gemacht, jederzeit zu empfehlen.
Andreas Müller
Wann ist eine Psychotherapie für Kinder und Jugendliche sinnvoll?
Eine psychotherapeutische Unterstützung wird empfohlen, wenn Beschwerden
• über einen längeren Zeitraum bestehen,
• das emotionale Erleben, Verhalten oder Lernen deutlich beeinträchtigen und
• mit erheblichem Leidensdruck verbunden sind.
Besteht ein behandlungsbedürftiger Leidensdruck mit Krankheitswert – auch im Zusammenhang mit belastenden Lebensumständen oder Entwicklungsfaktoren –, übernimmt in der Regel die gesetzliche Krankenkasse die Kosten.
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